Eine gute Kommunikation beim Dating – So geht´s!

zusammen Kaffee trinken

Ob ein Date als gut oder schlecht empfunden wird, hängt nicht nur von der Sympathie und der Attraktivität ab. Auch unsere Kommunikation trägt einen entscheidenden Teil dazu bei, ob der erste Kontakt ein gelungener Auftakt für die Liebe ist. Gerade, wenn es um den Wechsel von der schriftlichen auf die mündliche Kommunikation geht, erwarten einem beim Dating oft unerfreuliche Überraschungen. Wie Du mit dem richtigen Kommunikationsverhalten dafür sorgen kannst, dass die Datingphase gut verläuft, verraten wir Dir in den folgenden Zeilen.

Was wünschen sich Singles bei der Dating-Kommunikation?

Eine ElitePartner Studie vom Jahreswechsel 2019/2020 mit 1330 Teilnehmer:innen zwischen 18 und 69 Jahren hat sich damit befasst, was Frauen und Männern an der gegenseitigen Kommunikation beim Dating besonders wichtig ist und was sie sehr stört.

Die wichtigsten Ergebnisse daraus in Kurzform:

  • Frauen legen sehr viel Wert darauf, dass ein Mann beim Date nicht zu oft aufs Smartphone starrt (70%). Er sollte auch seine Rechtschreibung und Grammatik im Griff haben (69%). Wichtig ist auch, dass er Mails nach dem Lesen nicht erst mit einem deutlichen zeitlichen Abstand beantwortet (50 %).
  • Männern dagegen sind diese Faktoren im Durchschnitt etwas unwichtiger (60%, 56% und 46%). Dafür wissen sie mehrere kürzere als wenige sehr lange Nachrichten sehr zu schätzen (38% zu 35% bei den Frauen).
  • Insgesamt zeigt sich, dass das Interesse einer Frau an ihrem Gegenüber deutlich steigt, wenn der Mann ihr Aufmerksamkeit schenkt. Auch gepflegte Konversationsformen und eine aktive Kommunikation beim Dating sind wichtig. Das lässt sich auch daran ablesen, dass 40% der weiblichen Befragten fanden, dass sich der Mann nach einem Date als Erster zu melden habe. Das sahen aber nur 15% der Männer so.
  • Im Umkehrschluss lässt sich also festhalten, dass es Männer beim Dating ebenso zu schätzen wissen, wenn Frauen die Initiative ergreifen. Sie sind in puncto Ablenkungen durch Smartphones und Rechtschreibung / Grammatik bei Nachrichten aber etwas entspannter. Außerdem freuen sie sich, wenn Nachrichten kurz und knackig sind (38%).
  • Für beide Geschlechter war es dagegen wichtig, bei gegenseitigem Interesse in regelmäßigem Kontakt zu bleiben. Die Antworten sollten idealerweise innerhalb einiger Stunden erfolgen.

Mit anderen Worten: Sowohl Männer als auch Frauen wünschen sich ein aufmerksames, mit Freude und Elan kommunizierendes Gegenüber. Gleichzeitig zeigt sich, dass Frauen auf die Art der Gesprächsführung tendenziell etwas mehr Wert legen, während es Männern eher um die Sachinformationen geht.

Aber wie kommt das zustande und lässt sich dieser Unterschied überbrücken?

Schlechte Kommunikation beim Date

Kommunikative Missverständnisse beim Dating vermeiden

Diese Frage lässt sich eindeutig mit Nein beantworten, denn letztlich gibt es nicht DEN Mann und DIE Frau. Allerdings gibt es Kommunikationsforscher:innen zufolge männliche und weibliche Verhaltenstendenzen, die zu abweichenden Kommunikationsmustern führen können.

Viele Frauen kommunizieren sehr gerne mithilfe von Gefühlen, während sich die meisten Männer oftmals eher auf der Sachebene bewegen. Daraus ergibt sich, dass Frauen stärker zu indirekten Sprachmustern neigen, wie beispielsweise dem Konjunktiv. Ganz viele Männer vermitteln hingegen ihre Wünsche klar und direkt. Dieser Unterschied führt unter Umständen dann dazu, dass der Mann das von der Frau ausgedrückte Bedürfnis nicht als dringend versteht. Sie hingegen hält ihn dadurch für unhöflich.

„Wie fändest Du es, wenn wir uns demnächst mal auf einen Spaziergang treffen würden?“ Diese indirekt gestellte Frage verdeutlich gut, was mit dem eben Gesagten gemeint ist. Kommt hier ein „Ja, das ist eine gute Idee.“ zurück? Und wird dann einfach weitergetextet, ohne ein konkretes Datum auszumachen? Dann kann es gut sein, dass der eigentliche Wunsch dahinter nicht verstanden worden ist.

Und auch beim Zuhören zeigt sich, dass Frauen sehr häufig viel mehr Aufwand betreiben. Sie reagieren auf das Gehörte viel ‚lauter‘, indem sie Emotionen sprachlich per verbaler Rückmeldung austauschen. Männer dagegen beschränken sich eher auf das kommentarlose, ruhige Zuhören, das gegebenenfalls einmal ein Nicken oder eine präzise Rückfrage enthält.

Bleibt die Frage, welche Partei denn nun kommunikativ besser liegt? Die Antwort ist: Keine – denn tatsächlich können beide Strategien zu einem interessanten und konstruktiven Austausch führen.

Du solltest Dir dafür lediglich vor Augen führen, dass

  • auch mithilfe von nonverbaler Kommunikation Signale ausgesendet werden (Beantwortung von Mails, Auswahl von Fotos, Körpersprache etc.)
  • Dein Feedback für Dein Gegenüber Aufmerksamkeit und Respekt ausdrücken sollte (und das dies zuweilen bewusst verbal geschehen darf).
  • sich Dein:e Gesprächspartner:in umso wohler fühlt, wenn Du ihr/ihm Rederaum und Freiheit bei der Themenwahl lässt und
  • dass es kein Zeichen von Unsicherheit ist, wenn Du Dich rückversicherst, ob Du alles richtig verstanden hast. Denn dadurch lassen sich Missverständnisse schnell und einfach aus der Welt schaffen.

Absolute No-Gos für eine aufrichtige Gesprächsführung sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form sind dagegen:

  • plötzliche Kontaktabbrüche
  • Anmach-Sprüche
  • Beleidigungen
  • lügen und/oder angeben
  • ungefragt das Gespräch zu sexualisieren
  • die/den andere:n unter Druck setzen
Die Dating-Kommunikation findet häufig online statt.

Dating-Kommunikation: Viel texten, kaum reden?

Wer heute datet, macht das zunehmend vor allem online und das beeinflusst auch unsere Kommunikation. Ellenlange Chats, vollgestopft mit Worten, Videos, Links, Gifs oder Emojis, kennen wir alle nur zu gut. Doch wenn wir mit einer fremden Person chatten und ergründen wollen, mit wem wir es hier zu tun haben, ist dieser Teil des Kennenlernens besonders aufregend und spannend.

Man baut in kürzester Zeit einen intensiven Kontakt auf, schreibt sehr schnell über Gott und die Welt. Gefällt uns das, was wir da lesen oder in einer Sprachnachricht zu hören bekommen, tendieren Singles sehr häufig dazu, noch vor dem ersten Date bedeutungsvolle Themen anzusprechen. Wie stellst Du Dir eine Beziehung vor? Möchtest Du Kinder? Was sind für Dich No-Gos in einer Partnerschaft?

Um sicherzugehen, dass sich das weitere Kennenlernen auch wirklich lohnt, wollen wir vorab schon so viel wie möglich von dem/der anderen erfahren. Doch dieses Vorgehen hat auch einen Haken. Wir tun uns immer öfter mit dem ersten vier Augen-Gespräch schwer und schieben das erste reale Treffen weiter auf. Derweil suchen wir in den Nachrichten unseres Gegenübers unbewusst nach Bestätigung und Anerkennung. Wir warten auf Komplimente und vergeben auch selber welche. Einfach weil es sich so verdammt gut anfühlt.

Doch was Dich im Chat neugierig stimmt oder Dir ein kribbelndes Gefühl verschafft, muss in der Realität nicht auch so sein. Wer im Chat eloquent und witzig wirkt, kann in Wirklichkeit ein verschlossener Mensch sein. Und dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ausufernde Gespräche auf Augenhöhe gerne vermieden werden. Sei Dir also immer bewusst, dass bei jeder Mitteilung Deine Fantasie und Deine Wünsche mitschwingen. Und diese können Dein Urteilsvermögen beeinflussen – auch wenn Du das nicht wahrhaben möchtest.

Wer einer herben Enttäuschung entgegenwirken möchte, sollte sich also bemühen, das Zeitfenster für ein erstes Date nicht zu spät anzusetzen. Schließlich lässt sich nur so herausfinden, ob der bzw. die andere auch wirklich so ist, wie wir sie/ihn uns in unserer Fantasie ausgemalt haben.

Doch worüber redet man jetzt idealerweise bei einem Date? Hier zum Abschluss noch vier Aspekte, die für Dich hilfreich sein könnten.

Eine gelungene Kommunikation beim Date verläuft locker und empathisch.

Eine gelungene Kommunikation beim Date

Es ist so weit, Du und Dein Date, ihr habt ein persönliches Treffen verabredet und wollt euch im persönlichen Gespräch etwas näher kennenlernen? Glückwunsch dazu! Und mit einer geschickten Gesprächstaktik wird es auch bestimmt nicht langweilig.

Beginnen wir mit Phase eins, dem Smalltalk. Er bietet Dir die Gelegenheit, um Dich ein wenig mithilfe Deiner Stimme und Körpersprache zu präsentieren. Idealerweise wirkst Du dabei offen, locker und empathisch – was Du sagst, muss dabei ja noch nicht gleich Weltliteratur-Charakter haben. Einfach drauflos plaudern und fragen, ob Dein Gegenüber eine gute Anreise hatte und sich jetzt auch auf einen Kaffee oder Tee freut. Das reicht schon, um ein Gespräch zu eröffnen.

Hat das geklappt und ihr seid an einem für euch angenehmen, gesprächsfreundlichen Ort? Dann kannst Du ja in der zweiten Stufe feststellen, ob ihr euch auch nach dem ersten Eindruck noch sympathisch seid und ob es Gemeinsamkeiten gibt. Sollte dem so sein, kannst Du Interesse an einem weiteren Treffen signalisieren. Aber zu diesem Zeitpunkt reicht es ja auch zunächst zu wissen, wie die/der andere so ‚tickt‘. (Wohnort, Arbeit oder Hobbys etc.)

Damit immer genug Gesprächsstoff vorhanden ist und kein peinliches Schweigen eintritt, solltest Du bevorzugt offene Fragen statt Ja-Nein-Fragen stellen. Was arbeitest Du momentan und warum hast Du Dich dafür entschieden? Wie häufig siehst Du Deine Freunde und was macht ihr so zusammen? Was war Dein aufregendster Urlaub und warum?

Höre auch genau zu, was Dein Gegenüber Dir erzählt und achte besonders auf Mimik sowie Gestik. Wie wirkt die Körpersprache auf Dich und sind die Stimme und das Lächeln sympathisch?

Seid ihr euch danach immer noch sympathisch und aneinander interessiert, darf es bei gegenseitigem Wunsch etwas tiefgründiger (vielleicht sogar intimer) werden. Hast Du Dich schon mal auf den ersten Blick verliebt? Was ist daraus geworden? Bist Du sehr eifersüchtig? Wo siehst Du Dich in 5 Jahren? Was sind Deine Hoffnungen, Erwartungen oder Prinzipien im Leben? Und seid ihr euch dabei ebenfalls ähnlich oder gibt es Differenzen?

Respekt, wenn Du diesen Aspekt bereits in einem ersten Gespräch mit Deinem Gegenüber erreichst. Schließlich dauert es oftmals einige Zeit, bis eine zwischenmenschliche Verbindung so tief ist, dass man sich auch emotional öffnen möchte. Empathie, Zeit und Fingerspitzengefühl sind dabei das A und O! Schließlich möchte sich keiner ausgefragt oder überrumpelt fühlen.

Fazit: Der gute Ton macht die Musik

Es zeigt sich also auch in diesem Punkt, dass Kommunikation sehr individuell ist. Dennoch wünschen sich die meisten Menschen aber eindeutig Authentizität, Geduld und Respekt. Und dabei nehmen sich Männer und Frauen jeweils nicht viel. Von daher: Sei bei einem Date ganz Du selbst und präsentiere Dich von Deiner individuellen Seite. Dann wirst Du sehen, dass Du mit Aufmerksamkeit und aufrichtigem Interesse an Deinem Gegenüber schon sehr weit kommst.

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