Urlaubsende und schlechte Laune? Das hilft!

frau kehrt aus dem urlaub zurück und hat schlechte laune

Endlich ist wieder Urlaub und – zack! – ist er auch schon wieder vorbei. Was bleibt, sind ein schales Gefühl und Lustlosigkeit gegenüber der Arbeit. Wenn Du diese Gemütslage auch kennst, bist Du in guter Gesellschaft. Denn laut dem niederländischen Tourismusforscher Jeroen Narwijn kennen viele Leute diese mehrtägige Stimmung ab etwa zwei Tagen vor ihrem Urlaubsende. Anderen Untersuchungen zufolge sollen sogar bis zu zwei Drittel aller Arbeitnehmer:innen über Arbeitsfrust nach dem Urlaub klagen und von damit im Zusammenhang stehenden Symptomen betroffen sein. Ein guter Grund also, sich das ‚Post-Holiday-Syndrom‘ etwas genauer anzusehen und zu schauen, was Du dagegen tun kannst!

Wie drückt sich das Post-Holiday-Syndrom aus?

Dein Urlaub ist bald zu Ende oder Du bist schon wieder zu Hause und hast tendenziell schlechte Laune? Obwohl Du gerade zumindest einige freie Tage genossen hast? Leidest Du unter folgenden Symptomen?

  • Müdigkeit,
  • Schlafprobleme,
  • Kopfschmerzen,
  • Konzentrationsstörungen,
  • Gereiztheit oder
  • Nostalgie

Ja? Dann liegt dies möglicherweise am Post-Holiday-Syndrom. Gleichzeitig solltest Du aber ausschließen können, dass Dein Unwohlsein nicht einfach an viel zu kurzen Nächten, zu viel Alkohol, ungesundem Essen und zu wenig Bewegung liegt.

Es gilt also, sich im Urlaub möglichst gründlich zu erholen und ein wenig auf sich zu achten. Aber natürlich kann Dich das Post-Holiday-Syndrom trotzdem treffen. Insbesondere dann, wenn Du genau weißt, dass Dich der Arbeitsberg auf Deinem Schreibtisch schneller wieder einholt als Du „Urlaub“ sagen kannst. Unruhe und schlechte Laune sind so leider oftmals vorprogrammiert.

Frau fällt nach dem Urlaubsende in ein Stimmungstief

Kann man dem Stimmungstief nach dem Urlaubsende vorbeugen?

Selbst der schönste Urlaub ist endlich

Du hast Dir Deinen Urlaub redlich verdient. Damit Du ihn ausgiebig genießen kannst, bereitest Du Deine Rückkehr zum Arbeitsplatz am besten schon vorher vor. Das bedeutet:

  • Alle noch offenen Projekte abschließen und einen leeren Schreibtisch und ein ebensolches E-Mail-Postfach hinterlassen und
  • alle wichtigen Personen darüber informieren, wie lange Du nicht erreichbar sein wirst.

Damit sich Deine freie Zeit im Vergleich zur Arbeit richtig gut anfühlt, bietet es sich zuweilen an, auf einen Gegensatz zu setzen. Bist Du im Job ein echter Aktivposten, ist es vielleicht genau das Richtige auf Entspannung zu setzen. Oder umgekehrt. Aber natürlich weißt Du selbst am besten was Dir guttut – also tu einfach genau das.

Apropos Abschalten: Auf den Luxus des Ausschlafens solltest Du im Urlaub keinesfalls verzichten. Reizt Du das jedoch bis auf den letzten Urlaubstag aus, trifft Dich die bevorstehende Umstellung vermutlich ziemlich hart. Es ist also cleverer, bereits einige Urlaubstage im ‚Arbeitszeit-Modus‘ zu verbringen. Durch das Aufstehen und Schlafen-Gehen zu den gewohnten Zeiten, kommst Du später wieder ausgeruhter auf der Arbeit an. Zusätzlicher Tipp: Nicht erst am Samstag oder Sonntag nach Hause kommen, sondern in der Wochenmitte die Heimreise antreten. Somit hast Du noch mehr Zeit, Dich wieder zu akklimatisieren. Oder Du verkürzt Deine erste Arbeitswoche.

Frau versucht nach dem Urlaub entspannt in den Berufsalltag einzusteigen

Nach dem Urlaubsende entspannt starten

Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Passend dazu wusste man bereits in den mittelalterlichen Heldengeschichten, dass das rechte Maß zählt. Deswegen gibt es noch mehr Dinge, die Du tun kannst, wenn Du einer Post-Holiday-Depression vorbeugen möchtest.

  • Nutze Deine beruflichen Kommunikationsmittel während des Urlaubs so wenig wie möglich. Gerade an noch freien Tagen zu Hause ist der Blick aufs Diensthandy oder den Laptop keine gute Idee. Idealerweise steigst Du damit erst am ersten Arbeitstag wieder ein und machst so lange Digital Detox.
  • Versuche, möglichst wenige wichtige Treffen und/oder Projekte in der Wiedereinstiegswoche unterzubringen. Das hält das Stresslevel niedriger und erleichtert den Anschluss. Außerdem sammelst Du durch kleinere, bereits abgehakte To-do-Listenpunkte Kraft und Einsatzwillen für größere Aufgaben.
  • Ebenfalls wichtig und sinnvoll: Weder Überstunden noch umfangreichere Pausenausfälle. Steigst Du sofort auf 180 ein, stehen Stress und Hektik direkt wieder vor Deiner Tür. Was ganz bestimmt nicht in Deinem Sinne sein dürfte, oder? Um das zu umgehen, gibt es jedoch einige schlaue Tricks …

Gute Dinge aus dem Urlaub in den Alltag hinüberretten

Vieles ist in der freien Zeit deutlich besser als in stressigen Berufszeiten – unabhängig davon, ob Du auf Balkonien bleibst oder in die Ferne schweifst. Überlege Dir daher, was Dich dabei am besten entspannt und geerdet hat. Ein gutes Buch? Ein kreatives Spiel? Eine bestimmte Musik? All diese und viele individuelle weitere Aspekte können sicherlich auch in Deinem Alltag eine kleine, aber feine Rolle spielen. Du musst ihnen nur bewusst Raum geben.

Wie wäre es also, wenn Du Dir ein charmantes Souvenir mitbringst, das auch Zuhause seinen Zweck erfüllt? Beispielsweise beim Kochen oder beim Sport? So ist es gleichermaßen schön wie praktisch und sorgt auf Anhieb für gute Laune. Vor allem die mit Sport verbundene Bewegung an der frischen Luft macht glücklich und bringt Deinen Kreislauf in Schwung. Perfekt, um Müdigkeit und Co. direkt die rote Karte zu zeigen.

Eine Frau macht Urlaub in Rom

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Sofern Du dem Motivationstief nach dem Urlaub noch ein weiteres Schnippchen schlagen möchtest, probiere es doch einmal mit mehreren Kurzurlauben. Die Untersuchungen von Forscher:innen haben nämlich gezeigt, dass die Erholung dadurch insgesamt größer ausfallen kann, insofern Dein Lebensstil grundsätzlich nicht zu stressig ist. Zudem ist Vorfreude doch die schönste Freude, oder? Abstände von eineinhalb bis zweieinhalb Monaten von Ferienzeit zu Ferienzeit sind dabei offenbar besonders passend. Letztlich macht der Eigenversuch aber natürlich immer am klügsten, also achte am besten auf Deine persönlichen Bedürfnisse.

Und wo wir gerade beim Thema persönliche Bedürfnisse sind: Dein:e Chef:in kann ebenfalls zu einem gelungenen Urlaub Deinerseits beitragen. Ganz einfach, indem schon vor Deiner Abreise geklärt wird, wer sich um Deine Aufgaben kümmert, eventuell anfallende E-Mails und Post erledigt und bei Schwierigkeiten mit Projekten zuständig ist. Dadurch wirst Du nicht plötzlich mit einem Riesenberg an Arbeit konfrontiert. Ein netter Zug, der allerdings eine entsprechende Kooperationsbereitschaft von verschiedenen anderen Stellen voraussetzt. Also auch deshalb Augen auf bei der Arbeitgeber:innenwahl!

Und wenn das Motivationstief nach dem Urlaubsende anhält?

Wie bereits angedeutet, lässt es in der Regel innerhalb weniger Tage nach. Falls Du jedoch überhaupt nicht darüber hinwegkommen solltest, bietet es sich an, den Grund dafür zu hinterfragen: Was genau stört Dich an Deinem Arbeitsplatz? Stimmt die Atmosphäre nicht? Oder passen Deine Aufgaben nicht (mehr) zu Dir? Oder liegt es möglicherweise an einem ganz anderen Aspekt, wie dass Du lieber an einem anderen Ort arbeiten würdest? Je nachdem, wie lange Du Dich schlecht, vielleicht sogar deprimiert fühlst, ist die Annahme von professioneller Hilfe wie der eines Job-Coaches eine gute Idee.

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